Wiesensilgen- und Wiesenknopf-Projekt

Vor einigen Jahren gab die Stadt Korntal-Münchingen eine Untersuchung über die Gschnaidt-Wiesen in Auftrag. Die Gutachter kamen zu dem Schluss: „Das Gebiet kann als Keimzelle für die Verbreitung schützenswerter Arten im Glemsraum gewertet werden.“ Ein Managementplan wurde aufgestellt.
Da mittlerweile einige Jahre vergangen sind, hat der BUND im Jahr 2014 eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Die beiden im Gutachten besonders erwähnten Charakterarten feuchterer Wiesen, der Große Wiesenknopf und die Wiesensilge, sind noch vorhanden. Aufgrund von Gesprächen des BUND mit mehreren Landwirten haben sich nun zwei von ihnen, Herr Ritz vom Bauernhof am Grünen Heiner und Herr Abrell vom Schulbauernhof, bereit erklärt, ihre Wiesen, die im Zentrum der Wiesensilgen-Verbreitung liegen, vorerst nicht zu düngen, keine Herbizide gegen Problemunkräuter einzusetzen und je einmal im Frühjahr und Herbst zu mähen. Recht herzlichen Dank an die beiden Landwirte, dass sie bereit sind, diese Einschränkungen auf sich zu nehmen.
Nun noch eine Bitte an Naturliebhaber und Spaziergänger: Pflücken Sie keine Wiesenknöpfe oder Wiesensilgen. Jede entnommene Pflanze bedeutet weniger Blüten im nächsten Jahr. Je mehr Pflanzen aber vorhanden sind, desto eher können sie sich erfolgreich weiter ausbreiten. Es gibt vieles zu entdecken, wenn man genau hinschaut, zum Beispiel die filigrane Kuckuckslichtnelke (Foto).
Deshalb unterstützen Sie bitte die Bemühungen von BUND, Landwirten und Stadt. Wir wünschen Ihnen Freude am Entdecken und Genießen der blühenden Wiesen.

Dr. G. Sommer



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